Sonntag, Februar 26, 2012
heisse pfahlbauten am see geniessen
ein geschenkter tag lässt uns die bodensee-therme überlingen geniessen. bereits das zweite frühstück bei der anfahrt in der bäckerei schwarz in fischbach stimmt auf einen gemütlichen rhythmus ein. während der eigentliche thermenbereich weniger einladend ist, begeistern die aussensaunen in den pfahlbauten direkt am see und das ruhehaus mit panoramablick umso mehr. vor allem der finnische vihta-aufguss mit birkenreisig-ruten hat es in sich. aber selbst für dermassen erhitzte und sonst wenig kälteempfindliche saunagänger ist das ´grosse tauchbecken´- nämlich der bodensee - bei 3° wassertemperatur eine echte herausforderung.
Sonntag, Februar 19, 2012
schulliteratur lesen
gleichsam als abfallprodukt der schulischen verpflichtungen meiner älteren tochter landet leselistenliteratur auf meinem nachttisch:
- joseph roth: hiob
wie viel menschliches leid lässt sich ertragen? - arthur schnitzler: fräulein else
was passiert, wenn herr papa einen inneren kampf verursacht?
Sonntag, Februar 12, 2012
sich im bislang unbekannten nahgebiet bewegen
schlittensaison. dank der empfehlung einer freundin zu einem für uns neuen ziel in relativer nähe. ab viktorsberg geht es zur alpe almein, wo die gaststube dicht besetzt ist, und mit rodel und bob wieder flott nach unten. gerne wieder.
sich rasant abwärts bewegen
und noch einmal alpwegkopfhaus: diesmal als winterwanderung ab dafins und mit der rodel abwärts. bei knapp 43 km/h ist die sicht im pulverschneestaub aber schon etwas eingeschränkt.
Freitag, Februar 03, 2012
sich wieder einmal auf einer skitour bewegen
Sonntag, Januar 08, 2012
die reportage vom eigenen haus lesen
unserem architekten zu liebe haben wir also doch noch der reportage zu unserem haus zugestimmt. trotz weitgehender anonymisierung wissen wir dank der anrufe nun, wer unter unseren freunden und bekannten zu den aufmerksamen lesern der vorarlberger nachrichten zu zählen ist.
Samstag, Januar 07, 2012
mit einer vorbemerkung ins neue jahr starten
die daemonischen t@gesnotizen darben. mehr als je zuvor fehlen zeit und musse, um den blog am leben zu halten. angesichts dieser zeitlichen atemnot hilft nur ein redaktionelles intubieren mit kürzestzusammenfassungen sowie den therapeutischen mitteln der social media. möge der blog-patient genesen.
Montag, Dezember 26, 2011
sich ins neue jahr bewegen
mit einiger tradition bewegen wir uns zu den weihnachtsfeiertagen wieder in richtung alpwegkopfhaus, um das alte jahr ausklingen zu lassen. die wirtin, die es mit ihrer nachgesagten unfreundlichkeit zu einiger berühmtheit gebracht hat, scheint aber zumindest einen spröden charme zu entwickeln. ein gutes zeichen für das neue jahr?
Donnerstag, Dezember 22, 2011
alle jahre wieder den stress mit der weihnachtspost erleben
und wieder wird es knapp mit der dämonischen weihnachtspost. gar entfallen lassen und darauf hinweisen, dass die erkälteten stirn- und nebenhöhlen keinen echten gedanken zulassen? das bekenntnis zur tradition siegt schliesslich doch und so findet auch 2011 wieder ein sujet eingang ins archiv der dämonischen weihnachtsgrüsse:
archiv 2005 - 2011
archiv 2005 - 2011
Dienstag, November 08, 2011
den wert von status erleben
freundlicherweise versorgt mich das vielflieger-programm meines vertrauens mit einem monatlichen überblick der gesammelten flugmeilen. seit meinem letzten arbeitsplatzwechsel leidet dieser saldo unter bewegungsarmut. die kundenbeziehungspfleger des programms sind - im gegensatz zu mir - darüber so besorgt, dass sich mich auf den drohenden verfall meines status hinweisen. was gibt es schlimmeres? keine belegten brötchen in der lounge mehr, kein übertrieben freundlich überreichtes erfrischungstuch mehr, wenn ich trotz der glänzenden mitgliederkarte innereuropäisch in der holzklasse fliege. der verlust der statusbezeichnung, die einem höchsten würdenträger des römischen reichs gut stehen würde, scheint wirklich eine ernsthafte angelegenheit zu sein. zumal ich so spät im kalenderjahr nicht einmal rechnerisch die möglichkeit habe, kraft einiger erdumrundungen meinen meilenstand ausreichend zu befüllen. die situation ist so dramatisch, dass die beziehungspfleger mir eine unkomplizierte möglichkeit anbieten, den status auch ohne weitere flugmeilen für ein jahr verlängern zu lassen und mir alle vorteile (siehe oben) zu sichern. diese unkomplizierte option würde ebenso unkompliziert per hinterlegten kreditkartendaten abgebucht. ein klick auf den angebotenen link eröffnet im relativ klein gedruckten die seltene gelegenheit, schwarz auf weiss ein preisschild für status zu sehen: um lächerliche 2'000 euro pro jahr bleibt man in der lounge unter seinesgleichen.
Sonntag, Oktober 09, 2011
kollektiv reisen und eine prise süden geniessen
wenn das hotel dellago in melide uns noch nicht will ("nur frühstück für hausgäste" --- aber ich war früher schon gast?!?), dann kommt der cappuccino eben von der bar vis-à-vis an die parkbank mit ebenso schöner aussicht an der uferpromenade. dazu betörend duftende und schmeckende amaretti von der bäckerei nebenan und die vormittägliche kaffeepause mit freunden bei der gemeinsamen ausflugsfahrt nach oberitalien ist gerettet.
hinterher ein kurzer spaziergang durch morcote und prompt macht sich ein kleines hüngerchen bemerkbar, welches wir auf der anderen seite der grenze, in cernobbio zu stillen trachten. wegen der unglaublich engen strassen, welche die navigation dorthin vorschlägt, steht schnell die frage im raum, ob das lokal das abenteuer der anfahrt lohnt. die "trattoria del glicine" - auf anderen wegen viel einfacher erreichbar - hält dem erwartungsdruck aber mehr als stand. davides empfehlung (ti ringrazio, amico!) verwöhnt uns mit entspannter atmosphäre, wunderschönem ambiente, hervorragender küchenqualität, unkomplizierter herzlichkeit des personals und einem angenehmen wohlgefühl beim abschied. nicht ganz umsonst halten die trattoria eine gabel und der kredenzte "canayli" vermentino di gallura zwei gläser im gambero rosso.
nach dem check-in im albergo san giuseppe in cernobbio bleibt zeit für ein stürmische überfahrt mit dem boot nach como und für einen ersten bummel. eigenartigerweise landen wir auch hier relativ schnell in der "enoteca da gigi", um dem 'shopping-virus' so mancher begleiterinnen und begleiter bei einem gläschen ein schnippchen zu schlagen.
so aperitiv-mässig gestärkt lässt sich auch die zeit bis zum abendessen überdauern. als kontrastprogramm zum mittagessen erwartet uns das "ristorante valverde" in cernobbio mit neonlicht, dicht gestellten und voll besetzten tischen, hallendem lärm, gestressten kellnern und laminierten speisekarten als authentisch italienisches vorstadtlokal. geschmack bleibt bekanntlich geschmackssache, aber die fischlastigen antipasti und den gegrillten fisch bekommen die beiden sizilianischen brüder und restaurantbetreiber wieder hervorragend hin.
am nächsten tag mailand. der vorteil des wiederholten besuchs bringt eine entspannte annäherung an den domplatz und dessen sehenswürdigkeiten mit sich. das interesse unserer kleinen runde fokussiert sich diesmal auf das "ristorante giacomo arengario" im museo del novecento. von dort oben geniesst man neben feiner pasta zum mittagessen einen hervorragenden blick auf dom, galleria vittorio emanuele II. und zwei 'ausrangierte models' (befund der weiblichen gesellschaft) am nachbartisch.
dass der campari soda in der bar zucca in galleria bei grösserer füllmenge und spitzenqualität mit crushed eis und feinperligem soda günstiger ist als in der feldkircher marktgasse sorgt für angenehme überraschung.
weitestgehend immunisiert gegenüber dem samstäglichen kollektiven einkaufsrausch in mailand verfolgen wir mit einigem interesse das irrwitzige geschehen vor der in europa zweiten filiale von 'abercrombie & fitch'. während in den usa das modeunternehmen mit den parfümierten und abgedunkelten verkaufslokalen in jeder halbwegs ernsthaften shopping mall zu finden ist, setzt man in europa auf verknappung gegenüber der "zielgruppe von körperbewussten und finanziell-potenten jugendlichen (sic!) und jungen erwachsenen". in völliger pervertierung des marktgeschehens stellen sich milanesi und touristen in einer unglaublich langen schlange vor dem geschäft an, um im schummrigen licht für getragen aussehende kleidung die kreditkarten zu verbrennen und sich beim ausgang mit einem adonis mit nacktem oberkörper fotografieren zu lassen. wer's nicht selbst sieht, vermag es kaum zu glauben.
der drohenden konsum-überforderung im kaufhaus rinascente samt erster sichtung von weihnachtsschmuck begegnen wir mit konsum auf anderer ebene: mit einem americano zum sonnenuntergang in der "bar obika" auf der dachterrasse mit spektakulärer aussicht auf den benachbarten dom.
von dort ist es zum glück nicht mehr weit bis zum geschichtsträchtigen "ristorante bagutta" in der gleichnamigen strasse im goldenen mode-dreieck rund um die via montenapoleone: schöne menschen, die in schöner umgebung einen schönen abend geniessen wollen, bevölkern das lokal, als wir nordlichter mit dem essen schon durch sind und den letzten zug nach como erreichen müssen. weniger schön.
nach zwei nächten in italien erfährt diese angenehme wärme der südlichen lebensart bei der rückfahrt über den san bernardino wieder erhebliche abkühlung. am nordportal empfängt uns schnee, glücklicherweise kombiniert mit sonnenschein. somit stellt sich bei der pause auf der terrasse des hotels bodenwald in splügen zumindest ein gefühl ähnlich wie beim frühjahrsskilauf ein.
Samstag, September 17, 2011
ins licht des nordens reisen und skandinavische lebensart geniessen
da die beziehung zu einer stadt auch immer durch den magen geht, tragen ein ausgezeichneter avocado-mozzarella sandwich in einem "joe & the juice"-lokal und das abendessen im "café sommersko" wesentlich zur liebe auf den ersten biss bei.
das einzelzimmer im grundsätzlich sehr attraktiv gelegenen "copenhagen strand" gehört wahrscheinlich zu den kleinsten hotelzimmern, das ich während meiner reisen bewohnen durfte und musste. der platzmangel im winzigzimmer ist so eklatant, dass der heizkörper gar oberhalb(!) des kleiderschranks montiert ist. dafür erschliessen sich beim abendlichen ausblick aus dem obersten stockwerk auf die umliegenden wohnhäuser dank der fehlenden vorhänge ungefilterte impressionen des skandinavischen lebensstils wie in einem lebenden, hell erleuchteten adventkalender.
an den folgenden tagen verwöhnt die stadt den besucher mit strahlend blauem himmel und nordlicht - allerdings nur in der theorie. denn in wahrheit ist davon im inneren des kongresszentrums nicht viel zu sehen.
lichtblicke sind dann jeweils nur die abendessen, im dalgas have an der copenhagen business school, in "nyhavns faergekro"und einem weiteren restaurant am alten / neuen hafen, weil dort die lokale etwas länger warme küche anbieten.
leider bleibt zu wenig zeit für ein ausführlicheres kennenlernen der stadt, aber bei einem nächsten besuch würde die design-anlaufstelle "illums bolighus" garantiert ausführlicher am programm stehen.
Samstag, September 10, 2011
im eigenen haus leben
Dienstag, August 30, 2011
eine fürstliche begegnung erleben

die dame des hauses steuert ihren kompakt-suv selbst aus der hofdurchfahrt und winkt den eintreffenden besuchern ihres gemahls nochmals kurz freundlich zu. dieser lässt sich bei angeregter unterhaltung mit seinen gästen ein kleines bier schmecken, parliert im leicht wienerisch-nasalen ton, zeigt sich von der charmanten seite und weiss zu jedem thema der konversation etwas zu sagen. ein ganz normaler abend auf schloss vaduz, bei s.d. fürst hans adam.
Samstag, August 20, 2011
sich am langen, ruhigen fluss bewegen
Sonntag, August 14, 2011
einen kurzen sommer im gastgarten geniessen
trotz der wechselhaften sommerwitterung klappt es mit dem einen oder anderen gastgartenbesuch in feldkirch.
- im rösslepark schmecken herzhafte gerichte unter den kastanienbäumen besonders gut, aber dass die jüngere tochter den stapel 'ripple' tatsächlich und mit viel genuss 'verputzt', überrascht dann doch ein wenig.
- schade, dass im thai-asienhaus die online-reservierung, die auf der webseite angepriesen wird, überhaupt nicht klappt. die vorfreude auf die blauregenbeschattete terrasse geht uns damit ebenso verloren wie dem restaurant vier gäste. dauerhaft.
- dafür kommt es im schützenhaus hoch oberhalb der stadt nach einigen jahren zu einer angenehmen wiedersehens-überraschung. die aussicht ist grossartig, die speisen sind fein und die bedienung lässt die asien-enttäuschung vergessen. prost mahlzeit.
Sonntag, August 07, 2011
die vergänglichkeit von schönheit sehen
natürlich liegt die neigung nahe, "elegy - oder die kunst zu lieben" streckenweise als altherrenfantasie von philip roths gnaden zu sehen. denn so ganz will sich dem (zumindest männlichen) betrachter nicht erschliessen, worin die attraktivität des verfallenden literaturprofessors für die junge studentin liegt. aber ein paar gedanken zur rolle der körperlichen vergänglichkeit in einer liebesbeziehung überleben die stilisierte filmische darstellung.
die 'alte heimat' bereisen und geniessen
alljährlich im sommer das selbe glücksspiel: wird uns das wetter beim traditionellen aufenthalt in der 'alten heimat' oberösterreich hold sein? auf wundersame art und weise ist das auch diesmal wieder weitestgehend der fall --- und das will in diesem sonst so unwürdigen regen-sommer wirklich etwas heissen.
die augusthitze verlangt nach der beinahe schon rituellen abkühlung in der zinken, dem zusammenfluss der steyr und der krummen steyrling, bei molln. selbst der segeltag am attersee mit dem yngling klappt perfekt. knapp vor der einsetzenden flaute laufen wir wieder beim yachtservice gebetsroither in unterbuchberg ein.
für den vorerst bewölkten stadttag in linz bietet das ars electronica center mehr als ausreichende gelegenheiten zu spannenden einblicken. zur eigentlichen premiere des tages kommt es aber erst im anschluss, als wir in voller familienbesetzung auf der terrasse des café traxlmayr aufmarschieren. dort mit den eigenen, emporgeschossenen töchtern zu sitzen, wo man selbst als jugendlicher einige zeit verbracht hat, gibt einem eine klares signal von zeit und alter. dieser leichte anflug von melancholie verstärkt sich durch die entdeckung, dass gleich neben dem traxlmayr, wo der 'wienerwald' die umgebung ungefragt mit brathendlduft einhüllte, mit der 'osteria' ein wenig mehr urbanität auf der promenade einzug gehalten hat. das allerdings ist sicherlich nicht als schaden zu werten.
in steyr wiederum verspricht die kombination von campari soda, lektüre des standard und angenehmer kühle des historischen innenhofs im café rahofer erholung vom hitzestress dieses vermeintlich so nassen sommers.
Dienstag, Juli 26, 2011
gutbürgerliches feldkirch geniessen
nach dreizehn jahren in feldkirch führt uns ein kleiner familiärer anlass zum ersten mal in den gasthof lingg, das traditionsgasthaus in der kreuzgasse mit blick über den gesamten marktplatz. "gutbürgerlich" ist wohl das richtige adjektiv für das sanierte lokal und die jungen betreiber bringen trotz der bewahrung von traditionen die frischen akzente ins ausgezeichnete haus und auf die speisekarte. bloss, wie viel laute freundlichkeit durch den kellner muss man als gast beim essen ertragen?
Sonntag, Juli 10, 2011
sich in der frisch gewaschenen landschaft bewegen
unter normalen umständen jagt man bei diesem aufziehenden gewittersturm keinen hund vor die türe. aber erichs vorschlag zu einer abendlichen mountainbike-runde führt scheinbar geradewegs ins auge des sturms. was denken all die radfahrer, die mit dem wind im rücken von den badeseen in richtung schützendes heim flüchten, über die beiden behelmten wahnsinnigen, die ihnen entgegen kommen und sich gegen die böen stemmen?
interessant, dass der gewitterregen und die kleinen hagelschauer (!) am ende gar nicht so schlimm sind. einzig im wald kommt leichte sorge wegen fallender äste auf. so schnell, wie der sturm aufgezogen ist, vertreibt der heftige wind aber auch den ganzen zauber und nur wenig später radeln wir am rheintaler höhenweg zwischen lienz und sax bei sonnenschein durch eine reingewaschene landschaft. mut zum wahnwitzigen lohnt sich manchmal.
wegen der panorama-aussicht besonders lohnenswert ist auch die pause in einer "besenbeiz", dem wasa-beizli am saxer berg. sogar für ein wenig bildung reicht es mit der stippvisite bei der burgruine hohensax noch. während die meisten vorarlberger von ihren tessin-fahrten die burgruine im misox kennen, wissen wohl nur wenige über den stammsitz derer von sax in der rheintaler nachbarschaft bescheid. die nächste etappe des höhenwegs harrt nun der entdeckung, erich! nach möglichkeit ohne sturmwarnung.
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