Samstag, August 20, 2011
sich am langen, ruhigen fluss bewegen
Sonntag, August 14, 2011
einen kurzen sommer im gastgarten geniessen
trotz der wechselhaften sommerwitterung klappt es mit dem einen oder anderen gastgartenbesuch in feldkirch.
- im rösslepark schmecken herzhafte gerichte unter den kastanienbäumen besonders gut, aber dass die jüngere tochter den stapel 'ripple' tatsächlich und mit viel genuss 'verputzt', überrascht dann doch ein wenig.
- schade, dass im thai-asienhaus die online-reservierung, die auf der webseite angepriesen wird, überhaupt nicht klappt. die vorfreude auf die blauregenbeschattete terrasse geht uns damit ebenso verloren wie dem restaurant vier gäste. dauerhaft.
- dafür kommt es im schützenhaus hoch oberhalb der stadt nach einigen jahren zu einer angenehmen wiedersehens-überraschung. die aussicht ist grossartig, die speisen sind fein und die bedienung lässt die asien-enttäuschung vergessen. prost mahlzeit.
Sonntag, August 07, 2011
die vergänglichkeit von schönheit sehen
natürlich liegt die neigung nahe, "elegy - oder die kunst zu lieben" streckenweise als altherrenfantasie von philip roths gnaden zu sehen. denn so ganz will sich dem (zumindest männlichen) betrachter nicht erschliessen, worin die attraktivität des verfallenden literaturprofessors für die junge studentin liegt. aber ein paar gedanken zur rolle der körperlichen vergänglichkeit in einer liebesbeziehung überleben die stilisierte filmische darstellung.
die 'alte heimat' bereisen und geniessen
alljährlich im sommer das selbe glücksspiel: wird uns das wetter beim traditionellen aufenthalt in der 'alten heimat' oberösterreich hold sein? auf wundersame art und weise ist das auch diesmal wieder weitestgehend der fall --- und das will in diesem sonst so unwürdigen regen-sommer wirklich etwas heissen.
die augusthitze verlangt nach der beinahe schon rituellen abkühlung in der zinken, dem zusammenfluss der steyr und der krummen steyrling, bei molln. selbst der segeltag am attersee mit dem yngling klappt perfekt. knapp vor der einsetzenden flaute laufen wir wieder beim yachtservice gebetsroither in unterbuchberg ein.
für den vorerst bewölkten stadttag in linz bietet das ars electronica center mehr als ausreichende gelegenheiten zu spannenden einblicken. zur eigentlichen premiere des tages kommt es aber erst im anschluss, als wir in voller familienbesetzung auf der terrasse des café traxlmayr aufmarschieren. dort mit den eigenen, emporgeschossenen töchtern zu sitzen, wo man selbst als jugendlicher einige zeit verbracht hat, gibt einem eine klares signal von zeit und alter. dieser leichte anflug von melancholie verstärkt sich durch die entdeckung, dass gleich neben dem traxlmayr, wo der 'wienerwald' die umgebung ungefragt mit brathendlduft einhüllte, mit der 'osteria' ein wenig mehr urbanität auf der promenade einzug gehalten hat. das allerdings ist sicherlich nicht als schaden zu werten.
in steyr wiederum verspricht die kombination von campari soda, lektüre des standard und angenehmer kühle des historischen innenhofs im café rahofer erholung vom hitzestress dieses vermeintlich so nassen sommers.
Dienstag, Juli 26, 2011
gutbürgerliches feldkirch geniessen
nach dreizehn jahren in feldkirch führt uns ein kleiner familiärer anlass zum ersten mal in den gasthof lingg, das traditionsgasthaus in der kreuzgasse mit blick über den gesamten marktplatz. "gutbürgerlich" ist wohl das richtige adjektiv für das sanierte lokal und die jungen betreiber bringen trotz der bewahrung von traditionen die frischen akzente ins ausgezeichnete haus und auf die speisekarte. bloss, wie viel laute freundlichkeit durch den kellner muss man als gast beim essen ertragen?
Sonntag, Juli 10, 2011
sich in der frisch gewaschenen landschaft bewegen
unter normalen umständen jagt man bei diesem aufziehenden gewittersturm keinen hund vor die türe. aber erichs vorschlag zu einer abendlichen mountainbike-runde führt scheinbar geradewegs ins auge des sturms. was denken all die radfahrer, die mit dem wind im rücken von den badeseen in richtung schützendes heim flüchten, über die beiden behelmten wahnsinnigen, die ihnen entgegen kommen und sich gegen die böen stemmen?
interessant, dass der gewitterregen und die kleinen hagelschauer (!) am ende gar nicht so schlimm sind. einzig im wald kommt leichte sorge wegen fallender äste auf. so schnell, wie der sturm aufgezogen ist, vertreibt der heftige wind aber auch den ganzen zauber und nur wenig später radeln wir am rheintaler höhenweg zwischen lienz und sax bei sonnenschein durch eine reingewaschene landschaft. mut zum wahnwitzigen lohnt sich manchmal.
wegen der panorama-aussicht besonders lohnenswert ist auch die pause in einer "besenbeiz", dem wasa-beizli am saxer berg. sogar für ein wenig bildung reicht es mit der stippvisite bei der burgruine hohensax noch. während die meisten vorarlberger von ihren tessin-fahrten die burgruine im misox kennen, wissen wohl nur wenige über den stammsitz derer von sax in der rheintaler nachbarschaft bescheid. die nächste etappe des höhenwegs harrt nun der entdeckung, erich! nach möglichkeit ohne sturmwarnung.
Sonntag, Juni 26, 2011
sich in spannender umgebung im klaren wasser bewegen
so machen die liechtensteiner das: die gemeinde gamprin kauft land, organisiert workshops mit der bevölkerung und stellt darauf hin eine sport- und freizeitanlage zur verfügung, deren herzstück ein wirklich feiner badesee mit naturnaher regenerationszone ist. unser besuch in der "grossabünt" erstaunt uns in vielerlei hinsicht:
- die wasserqualität ist auch bei grossem ansturm und hitze hervorragend.
- die strafen bei verstössen gegen das alkohol- und glasverbot sind saftig.
- das publikum ist ausgesprochen bunt: einheimische jugendliche, türkischstämmige grossfamilien, secondos, die zwischen italienisch und liechtensteiner dialekt hin und her wechseln, expats, die das wochenende einmal mit der familie statt im dienst ihres internationalen arbeitgebers irgendwo in der grossen welt verbringen und ein paar versprengte österreicher, die sich das projekt einmal in natura ansehen wollen.
- die öffnungszeiten sind grosszügig (7:00 bis 22:00 uhr).
- das konzept setzt auf eigenverantwortung, statt bevormundung: kein bademeister, keine wasserrettung. bloss bei alkohol und glas auf der liegewiese endet die freiheit.
- der eintritt ist kostenlos.
so, scheint es, kann man reichtum durchaus vernünftig einsetzen.
Samstag, Juni 25, 2011
ansichtskartenkino sehen
vergessen wir einmal, dass florian henckel von donnersmarck mit "das leben der anderen" eine grossartige regiearbeit vorgelegt hat. dann lässt sich "the tourist" unbefangener und frei von erwartungen sehen. es bleibt ein plot mit logischen schwächen, eine manchmal unentschlossene mischung zwischen parodie, komödie und actionfilm sowie eine fantastische inszenierung des glamours - von den hauptdarstellerinnen jolie und venedig über die kostüme, bis hin zu den schauplätzen und der musik. ansichtskartenkino, zwar zu schön um wahr zu sein, aber dvd-abend gerecht.
das fehlen von antrieb lesen
"herr lehmann" von sven regener landet auf der schulischen pflicht-leseliste meiner tochter. sie kann in diesem roman keine echte handlung entdecken, sie vermisst dramaturgische höhepunkte und es fehlt ihr jegliche spannung oder dramatik. sie hat wohl in allen punkten recht. gerade diese in bleisatz gegossene lust- und antriebslosigkeit, diese unprätentiöse schilderung des alltags, in homöopathischen dosen mit trockenem humor zwischen den zeilen versetzt, macht aber den reiz der dahinplätschernden lektüre aus. dieser eigentümliche reiz scheint sich aber schülerinnen und schülern, die vom leben noch so einiges erwarten, (noch) nicht zu erschliessen.
Sonntag, Juni 12, 2011
die typische vatertags-bewegung erleben
vatertage stehen in unserer familie in besonderer tradition: aus unerfindlichen gründen enden sämtliche ausflüge oder wanderungen an diesem sonst gar nicht besonderen tag im tiefsten matsch, es schüttet meist wie aus kübeln und die stimmungslage ist niemals frühsommerlich, sondern eher spätherbstlich oder es gibt sonst irgendwelche planungsunfälle. warum sollte es diesmal, an diesem hohen festtag für das murphysche gesetz, anders sein?
der ursprüngliche plan, sich in einer art kombinationstour - die eine hälfte der familie radelt von feldkirch los, die andere hälfte startet zu fuss ab dem parkplatz hoch über st. gerold - auf der gassner alpe im grossen walsertal zu treffen, endet bereits in schlins: die schaltung an christines mountainbike versagt den dienst und sie muss auf das familiäre begleitfahrzeug warten, während ich die tour über düns, thüringerberg und st. gerold fortsetze. meine frauen sitzen schliesslich schon auf der gassner alpe und wegen eines bei christine anstehenden nachmittagstermins in bregenz erheblich auf nadeln, während ich immer noch die langen serpentinen von st. gerold hinaufkeuche. so begegne ich meiner bereits eilig absteigenden familie knapp unter den almwiesen, aber ich setze die fahrt zur alpe trotzig fort. dort ist allerdings keine jausenplatte mit bier angesagt, sondern bloss ein trikotwechsel und eine rasante abfahrt, um knapp vor dem parkplatz meine damen wieder einzuholen und mit ihnen im auto richtung bregenz zu brettern.
bemerkenswert eigentlich, dass es an diesem vatertag gar nicht geregnet hat ...
Sonntag, Juni 05, 2011
sich gegen den wind bewegen und das heidiland dann doch geniessen
beim start der radtour in balzers bläst der dort in berühmt-berüchtigter stärke auftretende föhn so heftig, dass die wahl unter den optionen zur entscheidung zwischen dem einen oder anderen übel wird: tour gleich zu beginn abbrechen? zuerst am rheindamm gegen den wind strampeln und dann die bergstrecke? oder gleich zu beginn und bei gegenwind über den berg, und dann mit rückenwind am rheindamm retour? selbstverständlich entscheiden wir uns für die dritte variante, verspricht sie doch zumindest lohn nach der ersten mühe. diese mühe ist dann auch tatsächlich gross, weil der föhn über den zumindest aus der automobilen perspektive lächerlich niedrigen st. luzisteig in einer heftigkeit weht, die wohl dem venturi-effekt geschuldet ist. selbst bei der erst mässigen steigung zu beginn gilt es acht zu geben, nicht vom radweg heruntergeblasen zu werden. in der folge entspinnt sich ein laut durch den gegenwind gerufener dialog zwischen dem radfahrer-ehepaar:
- er (vorne; heftig in hoher trittfrequenz gegen den wind und die zunehmende steigung kämpfend): "ist die geschwindigkeit so in ordnung?" (darum besorgt, dass seine liebe frau ihm am hinterrad kleben bleibt, damit der windschatten nicht abreisst)
- sie (von hinten; wegen des gegenwinds nur undeutlich zu hören): "... kannst ... ruhig schneller ..."
- er (immer heftiger schnaufend): "was?"
- sie (noch lauter aus dem windschatten rufend): "du kannst ruhig schneller fahren, wenn du willst!"
- er (mit puls in lichten höhen): "ich KANN aber nicht ...!"
- sie: "ach so," während sie die passende unterstützungsstufe am elektrorad auswählt, um die von einem martialischen fort der schweizer armee gekrönte kleine passhöhe stilvoll zu bewältigen ...
ob mit oder ohne elektrische unterstützung: nach dem luzisteig rollen wir entspannt durch das heidiland-klischee der bündner herrschaft mit ziegenherden, verwinkelten kleinen dörfern und ausgedehnten weinbergen. diesmal klappt es endlich mit einem besuch im alten torkel in jenins, wo der riesling x sylvaner und die ausgezeichnete käseplatte von einer resoluten 'serviertochter' mittleren alters aus der steiermark kredenzt werden. die dame freut sich über "innerösterreichische" ansprache, aber wir müssen dennoch zum aufbruch drängen, weil von chur her die regenvorhänge auftauchen. im widerstreit zwischen regen und föhn erwischen wir am weg nach fläsch zwar einige tropfen, aber für die bolzstrecke am rheindamm liefert der föhn in einem letzten aufbäumen nochmals kräftige unterstützung von hinten --- ganz ohne elektromotor.
Samstag, Juni 04, 2011
gepflegte kreuzfahrtunterhaltung hören und sehen
auch eine anspruchsvolle festival-programmierung benötigt publikumsmagneten: die "pasión de buena vista" lässt das montforthaus überquellen und unterhält auf zweifellos hohem niveau entlang der kuba-klischees mit dauerlächelnden tänzerinnen, muskulösen charmebolzen mit niemals versiegender glut in den augen sowie soliden gesangs- und musikleistungen. wie befürchtet ist die vorführung insgesamt näher am tropicana club als an ry cooders auseinandersetzung mit der kubanischen musik. macht aber nichts, selbst das alemannische publikum geht nach intensiven einheizerphasen aus sich heraus und vertreter der spezies tanzen für eine nummer gar im kollektiv auf der bühne mit. ein leichter abend für die ganze familie, während der jazz brunch mit daisy jopling vielleicht nicht mehrheitsfähig gewesen wäre.
Sonntag, Mai 29, 2011
häufiger ans schwäbische meer reisen, sich dort bewegen und die seestimmung geniessen
durch hausbau und jobwechsel ist absehbar, dass wir in diesem sommer keine fernen reiseziele anpeilen, sondern die nähe zum bodensee geniessen werden. sozusagen im "vorprogramm" stimmen wir uns bereits im frühling auf die seesaison ein:
- bummel in lindau mit besuch im "37°" - kaffeebar und ladengeschäft mit einem originellen konzept und einer ziemlich interessanten buchauswahl.
- segeln mit der gemieteten dyas von sporer in lochau.
- spaziergang durchs eriskircher ried und würstlgrillen am malereck in langenargen.
- den-wellen-beim-schwappen-zusehen am molo in bregenz und eiskaffeegenuss in der "welle".
jetzt bitte noch feines wetter und der sommer kann kommen.
Dienstag, Mai 03, 2011
das wachsen der eigenen burg erleben
"und wann wird verputzt?" der burgähnliche charakter der grauen betonsteine an der aussenfassade unseres hauses findet nicht die ungeteilte zustimmung der 'ghörigen', also "anständigen" lokalen bevölkerung. aber als seniorenbauherren setzen wir auf ein pflegeleichtes haus und vor allem auf die stimmung im innenhof. die zu erwartenden kommentare sollen ruhig an der grauen aussenfassade abprallen.
Sonntag, Mai 01, 2011
die unterschätzte hafenstadt geniessen
warum wird genua vielfach so gehasst? von einem früheren besuch war bereits zu erahnen, dass die stadt neben acquario und architektur von renzo piano noch eine ganze menge an atmosphäre und tradition zu bieten hat. der kurzbesuch mit freunden bestätigt neuerlich die versteckte schönheit hinter der allzu präsenten sopraelevata und die genuss-qualität der stadt, die auch das slow fish fest beherbergt. aus der liste der eigenen entdeckungen:
- ristorante pandemonio: restaurant mit leicht überforderter bedienung aber hervorragender küche oberhalb eines ladenlokals
- café latino: einer der treffpunkt auf der piazza delle erbe, dem zentralen ort für das nachtleben der stadt. die konzentration auf einen einzigen platz erspart umwege.
- deffe (?) café in den arkaden an der piazza de ferrari --- wo man mit einheimischen und zugewanderten leicht ins gespräch kommt.
- mercato orientale: die (kleinere) boqueria von genova.
- douce café: der regen zwingt uns zur einkehr, aber ganz glücklich werden wir mit dem lokal zuerst doch nicht --- bis die häppchen zum aperitivo kommen.
- caffé mangini an der piazza corvetto: extrem altmodische atmosphäre, um kleine süssigkeiten auf silbertablett zu geniessen.
- confetteria pietro romanengo fu stefano: das lokal, die produkte, die verpackungskunst --- ein gesamtkunstwerk.
- eataly: kreditkartenfeindliche konzentration der 'edlen lebensmittel' des landes. sogar "lardo di colonnata"von fausto guadagni liegt hier im kühlregal und mit etwas wagemut hält die kostbarkeit auch ungekühlt bis über den alpenhauptkamm.
- osteria della piazza: für den gemütlichen, soliden abschluss des genueser kurzbesuchs.
das reisen zu und mit alten freunden geniessen
ein kurzes zeitfenster zwischen zwei arbeitsverträgen erlaubt es mir, mich nach weiss gott wie vielen jahren wieder einmal der "studienreise" der früheren mitschüler aus dem italienisch-kurs anzuschliessen. es soll nach genua gehen und so lässt sich die kurze reise mit dem besuch bei alten arbeitskollegen und freunden im tessin verbinden.
so stehen als erste etappenziele bereits ein apéro mit germano in losone und ein mittagessen in der osteria nostrana an der promenade von ascona am reiseplan.
in genua verläuft das wiedersehen mit den früheren kurskollegen im hotel continental so, als hätten wir uns erst letzte woche getroffen. ein paar entspannten tagen in der hafenstadt steht nichts entgegen.
bei der rückfahrt wiederum führt der weg zu davide und seiner familie ins maison grise in vacallo. bloss schade, dass ich bei davides ausgezeichnetem risotto und der weinbegleitung auch noch an die weiterfahrt ins hotel colorado nach lugano denken muss, das in einem beinahe netzhautaggressiven design-kontrast zur zen-buddhistischen reduktion in vacallo steht.
um eine leichte ahnung von tessin auch für meine zuhause gebliebenen lieben zu bewahren, steht tags darauf noch ein einkauf bei den verlässlichen adressen parravicini (für den wein) und in der macelleria equina in mendrisio (für luganighe, carne crudo und mortadella) auf dem fahrplan. zusammen mit den einkäufen in genua wird der kofferraum zu einem fahrenden lebensmittelladen.
Dienstag, April 26, 2011
traditionell reisen und geniessen
traditionell führen uns die osterfeiertage nach oberösterreich, in diesem jahr auch gleich noch in die wachau. vom attersee bis palt besuchen wir familie, freunde, lieb gewonnene orte und kleine entdeckungen:- in's haas in wels im namensgebenden haas-hof, der für sich schon eine architektonische attraktion ist.
- schottenheuriger in maria enzersdorf: ein wiedersehen nach mehr als 30 jahren --- nicht mit stefan und seiner familie, die uns herzliche gastgeber sind, sondern mit dem heurigen.
- heuriger hick (!) in arnsdorf: weil man sich so rasch wieder an die "innerösterreichische" kultur des einkehrens gewöhnt, darf vor der rückfahrt ein letzter stopp bei abendsonne und liptauerbrot nicht fehlen.
Sonntag, April 17, 2011
den wechsel erleben und abschiedsfeiern geniessen
nach exakt vier jahren ist es so weit: ein arbeitsplatzwechsel steht an und die intensive pendeltätigkeit ist somit geschichte. bei allen unabwägbarkeiten und risiken eines wechsels überwiegt aber die freude auf das neue und auf hoffentlich etwas mehr echte "lebens"-zeit statt fahrzeit. die diversen abschiedsfeste und -essen mit wechselnden besetzungen führen durch- chämi bar
- golden dragon im hotel grischa
- ochsen 2 bar und
- wohnzimmerbar in zürich
spätestens in der wohnzimmerbar - obwohl wirklich gemütlich - zeigt sich dann die ermattung des abschiednehmenden, bei dem die unbewusste anspannung der letzten wochen abfällt. entschuldigt, liebe feier-kollegen, beim nächsten gemeinsamen abend werde ich hoffentlich bessere kondition beweisen.
meinem team gebührt der dank für ein abschiedsgeschenk "mit auftrag". sobald der dazu passende tisch im keller steht, hoffe ich auf eine gepflegte, gemeinsame billardpartie mir eurem set.
sich als "three men in a boat" nur wenig am see bewegen und sogar die flaute geniessen
freund peter lädt im april bei absolutem frühsommerwetter zum jollen-wassern --- bloss fehlt draussen am see der wind. egal, denn sein sohn laurenz, unser dritter mann an bord, übernimmt mit der routine des volksschülers das ruder, während wir faulenzen und in der sonne schmoren. wer sagt, dass segeln sport sein muss? die aufkommende dehydration bekämpfen zumindest zwei drittel der mannschaft hinterher mit einem ausgezeichneten weissen von buongustaio.
heisse atmosphäre auf eis erleben
kurz, bevor es zu spät ist, erlebe ich meine entjungferung in sachen eishockey: nur wenige tage vor meinem arbeitsende in davos sitze ich in der vaillant arena, um mein allererstes eishockey-match anzusehen. die befürchtung, als laie ohnehin völlig überfordert zu sein und das spiel nicht mitzubekommen --- geschweige denn, die rasanten bahnen des pucks zu verfolgen --- erweist sich als hinfällig. selbst als überzeugter verweigerer des passivsports komme ich schön langsam nicht umhing, die athletik und geschwindigkeit des spiels zu bewundern. das publikum scheint übrigens einigermassen begeistert zu sein, immerhin geht es um ein finalspiel zwischen dem hc davos und den kloten flyers, welches die lokalen gewinnen. so weit reicht sogar das verständnis des laien.
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